Der Neckenmarkter Weingarten

Lesepause_Neckenmarkt

bei der Lese in Neckenmarkt

Schon als Kind beeindruckten mich die Neckenmarkter Weingärten. Im Gegensatz zu Horitschon wirken sie viel verspielter. Mit ihren Hängen „auf und ab“ könnte man sie auch als dramatisch bezeichnen. Wo Horitschons Weingärten beruhigend auf mich wirken, bringen mir die Neckenmarkter Lagen ein animierendes Gefühl.

Auch meine Großmutter besaß wie viele Horitschoner Bauern Weingärten in Neckenmarkt. Sie erzählte mir oft von der Ernte in diesen Weingärten. Zwischen den beiden Gemeinden herrscht – wie am Land üblich – eine Art Konkurrenzkampf.

Um was gekämpft wird hab ich, obgleich ich hier geboren bin, mit meinen 38 Jahren noch nicht herausgefunden. Ist halt so.

So ist es für einen Horitschoner schwer möglich Weingärten in Neckenmarkt zu kaufen.

Lese in Neckenmarkt

Weninger am Bodigraben

Als wir 2014 die Möglichkeit bekamen schlug meine Frau Petra zu . Ganze 0,21 ha in der Ried Bodigraben nennt sie jetzt Ihr Eigen.

Der Blick vom Bodigraben hatte uns überzeugt. Man wandert circa 50 Meter von der Straße hinauf zur Erhebung. Umgeben von Eichen und Kastanien, blickt man dann runter auf den Weingarten. Der Blick schweift über den Spiegelberg rein nach Neckenmarkt und rüber zu den Horitschoner Weingärten. Der Boden ist steinig, erinnert mich stark an

den Steiner in Balf. Der Glimmerschiefer ist rötlicher gefärbt, hat also mehr Eiseneinschlüsse und man hat keinen See vor sich.

Der Weingarten ist am Fuß mit Zweigelt bepflanzt, oben mit Blaufränkisch. Die Neckenmakrter erzählten mir das dies typisch für den Bodigraben ist. Der Blaufränkisch oben, wo es karg ist und der Zweigelt unten, wo der Boden fett ist.

Vom Jahrgang 2015 wurden nun die ersten Weine gefüllt Neckenmarkter Rotburger und Bodigraben Blaufränkisch. Insgesamt eine Bereicherung für unser Portfolio.

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